Freiheit - Gleichheit - Brüderlichkeit - Solidarität - Freiheit - Gleichheit - Brüderlichkeit - Solidarität

Eine überraschende Rheinpfalz-Redaktion und ein hilfsbereiter Bundestagsabgeordneter

Aktuell

Ein Erfahrungsbericht von Florian Maier.

Liebe Leser,

als Mitglied einer als politikverdrossen verschrienen Generation hat man es wahrlich nicht einfach. Nur wenige aus meinem Bekanntenkreis verstehen es, dass man seine Freizeit opfert um sich ehrenamtlich zu engagieren. Schön, dass bei uns in der Südpfalz ein anderes Klima herrscht, wie dieser Bericht zeigen soll.

Dass die SPD nicht die alles beherrschende Partei in unsrer Region ist, steht außer Frage. Als ich in der Rheinpfalz aber las, dass die CDU die Südpfalz dominieren würde, war ich schon ein wenig erstaunt. Mittels eines Leserbriefes wollte ich meine Ansicht kundtun, es ist ja so wichtig, dass sich auch junge Menschen einbringen und ihre Meinung vertreten.

Und in der Tat, die Redaktion der Rheinpfalz schien begeistert gewesen zu sein. Zwei Tage später fand ich meinen Leserbrief abgedruckt im Lokalteil wieder. Als kleines Schmankerl wurde sogar noch meine Mitgliedschaft in der SPD abgedruckt um meinen Bekanntheitsgrad zu steigern. Junge Leute haben es da ja sehr schwer. Ungefragt natürlich, sonst wäre es ja keine richtige Überraschung mehr gewesen. Toll!

Richtig erfreut war ich aber, als mich mein Bundestagsabgeordneter, Herr Dr. Thomas Gebhart, mittags persönlich anrief, um meinen Leserbrief zu verbessern. Herr Gebhart ist in der CDU und ich finde es toll, dass er junge Menschen auch über die Parteigrenzen hinweg zu politischem Engagement motiviert. Er hat mich darauf hingewiesen, dass ich seine Arbeit nicht kenne und damit gar nicht beurteilen könne, ob er ein Hinterbänkler sei (so wurde er in meinem Leserbrief bezeichnet). Ich dachte eigentlich, dass dies die Definition eines Hinterbänklers sei, aber da habe ich mich wohl geirrt. Es geht wahrscheinlich darum wo der Abgeordnete im Plenum sitzt. Auf Nachfrage hat sich herausgestellt, dass es für Abgeordnete wie Herrn Gebhart keine feste Sitzordnung gibt. Wenn er sich bei wichtigen Reden also rechtzeitig in den Plenarsaal drückt, kann es durchaus sein, dass auch mal in der Mitte sitzen darf. Und da Herr Gebhart ja so gerne wollte, dass ich mich öffentlich entschuldige, tue ich dies hiermit gerne: Entschuldigung, Herr Bundestagsabgeordneter, Sie sind kein Hinterbänkler. Technisch gesehen.

Abschließend noch mal vielen Dank an die Rheinpfalz-Redaktion und Herrn Gebhart für die großartige Unterstützung!

Mit freundlichen Grüßen,
Florian Maier

Mitglied in folgenden Vereinen:
- Sozialdemokratische Partei Deutschlands
- Rheinhessen gegen Rechts e.V.
- Musikverein „Harmonie“ Maximiliansau
- Junior SGK
- Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)

HINTERGRUND:

Leserbrief von Florian Maier, veröffentlicht am 29.Juli in "DIE RHEINPFALZ - Pfälzer Tageblatt"

„Südpfalz nicht CDU-dominiert"

Zu „Rote tarnen sich in schwarzer Südpfalz", Wochenspitzen vom Samstag:

Laut dem Germersheimer Lokalteil ist die Südpfalz also CDU-dominiert. Da die SPD in der Stadt Landau den Oberbürgermeister und die stärkste Fraktion im Stadtrat stellt, gilt ihre These zumindest für die Südpfalzmetropole nicht. Auch im Landkreis Südliche Weinstraße stellt die SPD die Landrätin. Aus dem Landkreis Germersheim fällt eigentlich nur auf, dass ein blasser Hinterbänkler (...) dort seinen Wohnsitz hat und ein CDU-Parteibuch besitzt. Bezeichnend für die angebliche Dominanz der CDU ist im Übrigen auch, wie lange es gedauert hat einen Kandidaten zu finden, der im Wahlkreis bei der Landtagswahl gegen Kurt Beck antritt. Die komplette Führungsriege hatte Angst vor einer Klatsche und nun wurde jemand aus der dritten beziehungsweise vierten Reihe alleine an die Front geschickt. Kein Wunder, dass aus der Südpfalz kein einziger aktiver Christdemokrat kommt, der landes- oder gar bundesweit bekannt ist.

Florian Maier, Landau-Dammheim, SPD-Mitglied

Anmerkung der Redaktion: Herr Maier hat einmal in seiner Auflistung Fritz Brechtel (CDU) vergessen; er ist Landrat des Kreises Germersheim. Ansonsten sprechen die Ergebnisse der Kommunalwahl 2009 eine deutliche Sprache: Nur in Landau lag die SPD mit 34 Prozent knapp vor der CDU (31,8 Prozent). In den Kreisen Germersheim und Südliche Weinstraße lag hingegen die CDU bei 38 bis 39 Prozent, die SPD bei 28 bis 29 Prozent - also 10 Prozent hinter der CDU. Ob der Umstand, dass mit Beck der derzeitige Ministerpräsident ein Südpfälzer Sozialdemokrat ist, diesen Abstand aufwiegt, bleibt wohl eine Frage des Blickwinkels.

 
 

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weitere Indizien der CDU-Dominanz

Um dem Argumentationsmuster der RHEINPFALZ mal zu folgen, hier die deutliche Sprache bei den Landtagswahlen 2006 (Zweitstimmen): WK 49 (SÜW): CDU 28,8% SPD 48,1% WK 50 (Landau): CDU 29,6% SPD 46,7% WK 51 (GER): CDU 34,6 % SPD 45,6% Der Abstand zwischen CDU und SPD ist hier sogar noch größer als bei den Kommunalwahlen - zwischen 11 und 20 Prozent. Und nicht zu vergessen, dass die CDU sogar einen von drei südpfälzischen Wahlkreisen direkt gewonnen hat! Quelle: http://www.wahlen.rlp.de

Autor: Simon, Datum: 03.08.2010


 

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