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80. Geburtstag von Werner Scharhag

Allgemein

Werner Scharhag würde gern noch einmal die Partnerstädte besuchen Im Kreise der Familie feierte Landaus Ex-Bürgermeister seinen 80. Geburtstag: Er ist nicht mehr gut zu Fuß, nimmt aber regen Anteil am Stadtgeschehen Ohne Öffentlichkeit, nur im Kreise seiner Familie, feierte Werner Scharhag am vergangenen Sonntag seinen 80. Geburtstag.

Gestern gratulierte eine Abordnung der SPD mit dem Unterbezirkschef Heinz Schmitt, der Stadtverbands- vorsitzenden Elisabeth Morawietz und dem Ortsvereinsvorsitzenden Klaus Eisold und dessen Stellvertreter Hermann Demmerle dem Landauer Ehrenbürger (seit 1991) und langjährigen ehemaligen Bürgermeister (von 1964 bis 1988).

Auch Oberbürgermeister Dr. Christof Wolff, Bürgermeister Hans-Dieter Schlimmer und der Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion Dr. Hannes Kopf waren unter den Gratulanten. Der SPD-Bundesvorsitzende Kurt Beck wünschte seinem Parteifreund brieflich alles Gute und bestätigte dem Jubilar, stets mit herausragendem Einsatz sowie gesellschaftlichem und beruflichem Engagement zum Wohl der Bürger gearbeitet zu haben.
OB Wolff bescheinigt Scharhag, er sei als langjähriger „Außenminister" Landaus ein hervorragender Botschafter zu den Partnerstädten gewesen. Gesundheitlich geht es Werner Scharhag „einigermaßen gut", wie er der RHEINPFALZ versicherte. Er sei mit sich und der Umwelt zufrieden. Er ist nicht mehr gut zu Fuß, war deshalb schon lange nicht mehr in seiner Heimatstadt spazieren, lässt sich aber immer mal wieder von Familienmitgliedern durch Landau fahren, um zu sehen, wie sich die Stadt entwickelt. Sein Auto hat er verkauft. Mit Landau ist er ohne Einschränkungen zufrieden. Dass im Städtetag von Rheinland-Pfalz Bürgermeister ihren Landauer Kollegen fragen, wie es Scharhag gehe, freut ihn - weil er spürt, dass er nicht vergessen ist. Jeden Tag liest der Jubilar mit der Lupe ausgiebig die RHEINPFALZ, denn die Augen sind nicht mehr so gut wie früher. Er weiß, was läuft und registriert auch, wie die Bürger denken: „Ich bin froh, dass es viele kritische Menschen gibt. Nichts gegen Kritik, aber manchmal wird übers Ziel hinausgeschossen." Der Mann, der 100 Jahre alt werden will, ist all jenen dankbar, „die mitgeholfen haben, dass ich so lange das Amt des Bürgermeisters ausüben konnte". Das Vertrauen, das ihm von allen Seiten entgegengebracht wurde, habe er genossen, gesteht er rückblickend. Und fügt hinzu, wie gut es ihm getan hat, „dass man mich im Rathaus frei arbeiten ließ". Der 80-Jährige liest Bücher (zum Geburtstag bekam er unter anderem Gerhard Schröders Autobiografie), kümmert sich um seine einzigartige Briefmarkensammlung, blättert in den Alben mit hunderten von Landauer Postkarten und beschäftigt sich in zunehmendem Maße mit der Fliegerei. Den Anstoss hierfür gaben ihm seine Briefmarken. Früher war er ein leidenschaftlicher Fotograf, auch heute noch lichtet er mit seiner Digitalkamera Besucher ab. In einer Kiste so groß wie ein Tisch hat er viele tausend Dias mit Landauer Motiven abgelegt. „Wenn das Stadtarchiv ganz brav ist", sagt er mit seinem bekannt hintergründigen Humor, „bekommt es die Dias". Einen Wunsch hat er auf seine „alten Tage": Er würde gerne noch einmal Hagenau und Rappoltsweiler besuchen, die beiden Partnerstädte im Elsass, deren Ehrenbürger er ist. In annähernd 30 Vereinen ist er nach wie vor Mitglied, ohne in irgendeiner Form aktiv zu ein. Wollte man alle Ehrungen aufzählen, die er in seinem Leben erfahren hat - von der „Goldenen Rose" der Deutschen Gartenbaugesellschaft über die goldene Ehrennadel der Fremdenlegion bis zum Bundesverdienstkreuz am Bande -, würde man allein 50 Zeilen schreiben müssen.
„Ich bin mit meiner Lebensleistung zufrieden", sagt er im Gespräch. Er hat allen Grund dazu.

 
 
 

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